Geschichte der Stiftung
Stiftung Hospital zum Heiligen Geist
Geschichte – Gegenwart
Johann Arnold von Broichhausen, Kempener Bürger und Ministerialbeamter des Kölner Erzbischofs, verfügte in seinem Testament im Jahre 1390 eine für die Stadt Kempen wichtige Stiftung, die aber noch nicht öffentlich bekannt wurde. Er wünschte in Kempen die Einrichtung eines „Gasthauses“, ein „Hospital zum Heiligen Geist“. Diese Stiftung wurde im Jahre 1410 von seinen Söhnen im Sinne ihres Vaters erweitert und im Jahre 1421 vom Kölner Erzbischof Dietrich von Moers bestätigt und genehmigt. Danach gilt das Jahr 1390 als Stiftungsjahr, das Jahr 1421 als Gründungsjahr des „Hospitals zum Heiligen Geist“.Â
Die Stiftung sollte armen Kempener Bürgern zeitlebens und unentgeltlich Wohnung und Pflege geben. Die Gebäude standen ursprünglich in Verbindung mit der noch heute am Buttermarkt erhaltenen Heilig-Geist-Kapelle. Â
Im Jahre 1801 hatte der damalige französische Präfekt der verwaltenden Bürgerkommission aufgetragen, ein Krankenhaus zu errichten.
Das erste  Krankenhaus wurde 1842 im heutigen Annenhof eingerichtet.
Im Jahre 1845 übernahmen die Clemensschwestern aus Münster die Pflege.
1878 kaufte das Kuratorium das frühere Ursulinenkloster an der Mülhauser Straße und baute es zu einem Krankenhaus um.
Von 1914 bis 1917 wurde ein Erweiterungsbau für 130 Betten an der Mülhauser Straße errichtet.
Eine deutliche Erweiterung und Modernisierung des Hospitals zum Heiligen Geist erfolgte in den Jahren 1959 bis 1961. Der Haupteingang liegt seitdem an der von-Broichhausen-Allee. Die nächste Modernisierungs- und Neubaumaßnahme begann 1978 und war 1988 abgeschlossen. Im Neubautrakt sind modern eingerichtete Bettenstationen, Funktionsräume, die Geburtshilfe, die Chirurgische Notfallversorgung, ein septischer Operationsbereich sowie die Röntgenabteilung mit allen Funktionsbereichen der Inneren Medizin angesiedelt.
Nach Abriss der letzten Altgebäude wurde 1993/94 ein Küchenneubau eingerichtet und in Betrieb genommen.
Im Frühjahr 1995 wurde in einem separaten Anbau, durch die Radiologische Praxis Drs. Wedekind, Dülks, Schwarz, die Installation eines Computertomographen und Kernspintomographen durchgeführt.
Ab 1996 erfolgten weitere wesentliche Erweiterungen und Ergänzungen. Zunächst begann man mit dem Neubau von drei aseptischen Operationssälen. Im Herbst des selben Jahres entstand die Frührehabilitationsabteilung mit 30 Betten und 10 tagesklinischen Plätzen sowie einer Ambulanz. Beendet wurde diese Maßnahme mit dem Bau einer neuen Intensivabteilung und Liegendkrankenanfahrt im Jahre 2000, die Inbetriebnahme erfolgte im Jahre 2003.
Auch für die nächsten Jahre sind weitere Maßnahmen zur Verbesserung geplant, beispielhaft seien ein "ambulanter Operationsbereich", sowie die "Zentrale Patientenaufnahme" genannt.
Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ist unseren Kranken die Gewähr gegeben, dass Untersuchungen und Behandlungen immer den aktuellen medizinischen Standards entsprechen.
Trotz dieser Entwicklung bleibt das Hospital zum Hl. Geist aber ein überblickbarer und intimer Bereich, in dem die Ärzte und Schwestern sich in einem sehr persönlichen Verhältnis um die Kranken sorgen.
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So gilt der Leitspruch: „Immer bleibt der Mensch als Individuum die Mitte allen Krankenhausgeschehens“.
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Wenn Sie mehr über die sehr interessante und wechselvolle Geschichte der Stiftung Hospital zum Hl. Geist erfahren möchten, fragen Sie bei uns nach. Anläßlich der 600-Jahr-Feier der Stiftung im Jahre 1990 wurde die Geschichte der Stiftung von Dr. Friedhelm Weinforth aufgearbeitet.
